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Zur Übung der grundlegenden Eigenschaften des Fußballs lassen sich Trainer immer neue Methoden einfallen, um den Spielern z.B. die Technik am Ball besser zu vermitteln. Aber auch kultur- oder wetterbedingte Abänderungen gibt es überall auf der Welt.

Eine spezielle Form des Hallenfußballs wird außerhalb Deutschlands immer populärer: Futsal heißt das Spiel, in dem seit 1989 sogar schon Weltmeisterschaften von der FIFA organisiert werden.

Seine Technik verdankt er Futsal: Brasiliens Superstar Ronaldo.

Seit wann gibt es Futsal und wer hat es erfunden? Im Jahr 1930, dem Jahr der ersten Fußball Weltmeisterschaft in Uruguay, entstand diese Form des Hallenfußballs - ebenfalls in Uruguay. Juan Carlos Ceriani verlegte die Einheiten seines Teams von den matschigen und fast unbespielbaren Plätzen in die Halle. Er legte damit den Grundstein zu einem neuen Trendsport.

Ein Regelwerk entstand erstmalig in Brasilien, wo auch die ersten offiziellen Ansätze der Futsal zu finden sind. Die kleinen Maße des Spielfeldes machten Futsal unter Kindern sehr beliebt, da es überall - nicht nur in Hallen - gespielt werden konnte und kann.

Seit diesem Zeitpunkt hat Futsal in Südamerika eine rasante Entwicklung erlebt. Es wurde zu einem Standard-Spiel der Trainer, um den Spielern Technik, Ballgefühl und Dynamik zu vermitteln. Fast alle Stars verschiedener Spielergenerationen wie Pele oder auch Ronaldo haben in ihrer Jugend diese Form des Hallenfußballs gespielt; eben auch ein Grund, warum aus Südamerika seit jeher technisch anspruchsvoller Fußball kommt.
Wo wird Futsal überall gespielt? Angefangen hat der Trend in Südamerika, aber seit einigen Jahren gibt es auch in Europa mehr und mehr Länder, die sich die Eigenschaften von Futsal zu Eigen machen. Nur Großbritannien und Deutschland haben sich bisher gegen diese neue Sportart gewehrt.

Seit der ersten WM 1989 in Holland war Brasilien fast jedes Mal Meister. Erst im Jahr 2000 konnte Spanien als erste europäische Mannschaft den Titel holen.
Was ist der Unterschied zum normalen Hallenfußball? Die Änderung, die einem sofort ins Auge sticht ist, dass jede Mannschaft nur vier Feldspieler und einen Torwart besitzt. Zudem ist der Ball kleiner (Größen 3 oder 4) und hat weniger Druck (0,4 bis 0,6 atü). Er hüpft also nicht so hoch auf und zwingt die Spieler zu einem flachen Passspiel. Als Tore werden Handballtore verwendet. Die Spieldauer beträgt zweimal 20 Minuten.

Die wichtigste Änderung ist aber, dass Fouls viel strenger geahndet werden. Tacklings sind komplett verboten. Sollte ein Team pro Halbzeit mehr als fünf Fouls begehen, gibt es außerdem noch einen Strafstoß für die gegnerische Mannschaft. Das Feld umgibt zudem keine Bande, sondern hat Tor- und Seitenauslinien. Aus diesen Änderungen entsteht ein weniger Körper betontes Spiel.
Ist Futsal nur eine Trainingsform für den Fußball? Futsal ist definitiv eine eigene Sportart. Es gibt eigene Verbände und Ligen in Ländern überall auf der Welt. Es werden regelmäßig Weltmeisterschaften ausgetragen, wobei die letzte 2004 in Chinese Taipei stattfand (21.11. bis 05.12.). Dort triumphierten im Finale die Spanier mit 2:1 über das Team von Europameister Italien und verteidigten damit den 2000 errungenen Weltmeistertitel erfolgreich.
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