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Die Regeln von "Straßenfußball für Toleranz"

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Über das Konzept "Straßenfußball für Toleranz" sollen das Fair Play und die Einbindung jedes Spielers gefördert werden. Durch die revolutionäre Spielweise kann kein Spieler sein Team im Alleingang zum Weltmeistertitel schießen. Nur als Mannschaft ist ein Erfolg möglich.

Zwei Jungen und zwei Mädchen

Gespielt wird auf ein Kleinfeld auf Tore, die nicht breiter als 1,20 Meter und nicht höher als 80 Zentimeter sind. Ein Team besteht aus bis zu sechs Spielern. Vier von ihnen stehen gleichzeitig
auf dem Feld, wobei zwei Spieler Jungen sein müssen und zwei Mädchen. Ein spezieller Torwart ist nicht dabei. Bei den kontinentalen Meisterschaften und dem Finale in Potsdam sind nur Spieler und Spielerinnen der Klassen fünf und sechs spielberechtigt.

Erst wenn ein Mädchen ein Tor geschossen hat, zählen auch die Tore der Jungen. Diese Regel soll das soziale Miteinander fördern und die Mädchen voll in das Spielgeschehen integrieren.

Ohne Schiri geht es auch!

Die wohl interessanteste Regel ist, dass es keinen Schiedsrichter gibt. Die oberste Instanz sind die so genannten “Teamer“. Die Spieler beider Mannschaften treffen sich vor dem Spiel bei dem Teamer und einigen sich auf drei “Agreements“, die sie zusätzlich zu den bestehenden Regeln während des Spiels einhalten wollen. Die Teamer greifen hier nur beratend ein und sollen die Konversation unter den Kindern fördern.

Agreements können sein:

"Nach dem Spiel schütteln sich die Mannschaften Hände."
"Es dürfen keine Schimpfwörter gegen das gegnerische oder das eigene Team benutzt werden."
"Alle Spieler müssen vor einem Tor den Ball berühren."
Nach dem Spiel kommen die Kinder wieder zusammen und besprechen, ob und inwieweit die Agreements eingehalten wurden. Je nach Ergebnis, werden dann Punkte verteilt, alles soll aber im Dialog mit und zwischen den Kindern geschehen. Der Teamer soll diesen Dialog lediglich bei Bedarf moderieren.
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