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Confederations Cup: Die Weltmeisterschaft kann kommen

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Der Confederations Cup 2005 gehört inzwischen den Geschichtsbüchern an. Es war ein unterhaltsames, torreiches und auch spannendes Turnier, das seinen Höhepunkt im südamerikanischen Finale zwischen Brasilien und Argentinien hatte. Wir lassen die Mini-WM Revue passieren und fassen die wichtigsten Erkenntnisse für euch zusammen.

Schon ein Blick auf die Kader der teilnehmenden Länder vor Turnierbeginn ließ erkennen, dass der Konföderationen-Pokal inzwischen mehr als das “ungeliebte Kind“ der FIFA und eine überflüssige Veranstaltung am Ende einer langen Saison ist.

Bundespräsident Köhler übergab den Pokal an Ronaldinho.

Denn zu groß ist auf der einen Seite die Chance für die “Kleinen“, sich auf internationaler Bühne zu profilieren und an Renommee zu gewinnen; zu bedrohlich auf der anderen Seite die Gefahr für die “Großen“, sich zu blamieren und so an Ansehen einzubüßen. Dementsprechend gingen alle Teams auch mit dem nötigen Engagement zu Werke.

Mexiko zeigte hohe Fußballkunst

Obwohl es mit Brasilien, Argentinien und Deutschland schließlich drei favorisierte Mannschaften waren, die den Einzug ins Halbfinale schafften, lieferten auch die übrigen Nationen durchweg ansprechende Leistungen ab. Lediglich Otto Rehhagels Griechen konnten ihr starkes Auftreten bei der Europameisterschaft im vergangenen Jahr in keiner Weise bestätigen und wurden so auf den harten Boden der Realität zurückgeholt. Da die Hellenen in der Gruppenphase nicht einen einzigen Treffer erzielen konnten, musste man mit hängenden Köpfen die Heimreise antreten.

Ganz anders die Mexikaner, die den Großteil der Zuschauer zweifelsohne überrascht haben dürften. Mit einer Mischung aus taktischer Disziplin, hoher Laufbereitschaft und einer hervorragenden Technik demonstrierte die Truppe von Ricardo La Volpe eindrucksvoll, dass auch in der mexikanischen Liga – wo die Akteure fast ausnahmslos ihr Geld verdienen – erstklassiger Fußball geboten wird. Nicht umsonst besiegten die Mittelamerikaner Brasilien in der Vorrunde und standen im Spiel um Platz drei kurz davor, auch der deutschen Elf eine Niederlage zuzufügen.

Auftritt der DFB-Auswahl macht Mut

Dass dies nicht gelang, hatten die Klinsmann-Schützlinge in erster Linie ihrem unermüdlichen Kampfgeist zu verdanken. Überhaupt war der Siegeswille, nicht zuletzt dank der Unterstützung der Fans, im gesamten Turnierverlauf deutlich spürbar. Auch die vom Bundestrainer ausgegebene Weisung, initiativ zu sein und den Weg nach vorne zu suchen, setzte man über weite Strecken erfolgreich in die Tat um. Demgegenüber standen allerdings zahlreiche Fehler im Defensivverhalten, die es bis zur Weltmeisterschaft abzustellen gilt. Ansonsten dürfte das ausgegebene Ziel “WM-Titel“ wohl kaum in die Tat umzusetzen sein.

"Selecao" ein würdiger Sieger

Schließlich haben Brasilien und Argentinien bewiesen, dass sie momentan noch etwas stärker einzustufen sind als die deutsche Mannschaft. Folgerichtig kam es zum Abschluss des Confed Cups dann auch zum südamerikanischen Klassiker. Anders als noch vor wenigen Wochen, als die “Gauchos“ in der WM-Qualifikation einen 3:1-Sieg schafften, war an diesem Tag die “Selecao“ das bessere Team. Vor allem die alles überragende Offensivabteilung der Sambakicker war von den Argentiniern nicht in den Griff zu bekommen. Allen voran Inter Mailands Adriano, der zwei Mal traf, mit insgesamt fünf Treffern Torschützenkönig und zudem als bester Spieler des Turniers ausgezeichnet wurde, sorgte dafür, dass die Brasilianer am Ende jubeln durften.

Kleine organisatorische Pannen

Auf organisatorischer Ebene gab es ebenfalls wenig Anlass zur Kritik. Lediglich einige Schönheitsfehler trübten das ansonsten gute Gesamtbild. So ließen auf den Platz stürmende Fans die Frage nach der Sicherheit in den Stadien wieder laut werden. Zudem sorgte in Frankfurt, obwohl sich die Arenen ansonsten als absolut WM-tauglich erwiesen, eine undichte Stelle im Dach unfreiwillig für “feucht-fröhliche“ Stimmung.
29.06.2005 Brasilien souverän - DFB-Elf kämpferisch
25.06.2005 Südamerikaner setzen sich durch
22.06.2005 Halbfinals komplett
19.06.2005 Erste Entscheidungen
17.06.2005 Auftaktspieltag
15.06.2005 Anpfiff in Köln
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