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Phumo - Fußball in Südafrika
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FD21 über den Fußball in Südafrika

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April Phumo, besser bekannt unter seinem Spitznamen "Styles", kann reichlich Erfahrung im Trainergeschäft vorweisen. Neben verschiedenen Engagements als Vereinstrainer war der 65-Jährige bereits als Chefcoach für die Nationalteams von Lesotho und Südafrika verantwortlich.

Kenner des afrikanischen Fußballs

Seit vielen Jahren ist Phumo nun bereits im Trainerstab des südafrikanischen Fußballverbandes SAFA aktiv. Derzeit betreut er die U20-Auswahl des Landes und steht A-Nationaltrainer Stuart Baxter als Assistent zur Seite.

Im Gespräch mit FD21 beschreibt Phumo die Talentförderung in Südafrika und wagt einen Ausblick auf die Weltmeisterschaften 2006 und 2010.

April "Styles" Phumo engagiert sich für die Talente Südafrikas.

Wie finden Sie die viel versprechenden Talente für die Auswahlteams? Die Sichtung erfolgt stufenweise zunächst auf Stadtebene, dann für die Bezirke und schließlich für die Provinzen, ehe Spieler dann für Nationalmannschaften in Frage kommen. Einmal im Jahr werden Schulmeisterschaften in den Provinzen ausgespielt, die dann als Talentsichtung für die U17 gelten.

Einmal jährlich werden die besten Spieler außerdem zu einwöchigen Lehrgängen eingeladen, um die Talente zu sichten und Entwicklungen zu beobachten und einzuschätzen.
Wie ist die Jugendförderung in Südafrika gestaltet? Die Nationalkader sind in U17, U20 und U23 gegliedert. Die U17 und die U20 spielen in 2-Jahres-Zyklen. Das erste Jahr gilt der Vorbereitung und im zweiten Jahr werden Turniere gespielt und Talente für die nächste Jahrgangsstufe gesichtet. Die U23 ist das so genannte olympische Team, auf der das Hauptaugenmerk liegt.
Kann ein Spieler also nur über die verschiedenen Auswahlmannschaften nach oben kommen? Nicht nur. Bei den einwöchigen Lehrgängen dürfen nicht nur die eingeladenen Spieler kommen, sondern auch Kinder und Jugendliche, die sich präsentieren wollen. So soll sichergestellt werden, dass so viele talentierte Spieler wie möglich erfasst werden.
Welche Maßnahmen zur Talentförderung ergreifen die Vereine in Südafrika? Aus finanziellen Gründen haben nur die wohlhabenden Teams Internate, die ähnlich aufgebaut sind wie die in Deutschland: Die Spieler werden zur Schule gefahren, abgeholt und ihnen wird bei den Hausaufgaben geholfen.
Was ist das Hauptproblem auf dem Weg vom Talent zum Profi? Ein großes Problem liegt wohl an den vielen ausländischen Spielern in den Vereinen, ein Punkt, der in Deutschland ja auch diskutiert wird. Die Mannschaften sind dem Erfolg verpflichtet, geben dadurch aber dem Nachwuchs weniger Chancen und schwächen so die Nationalteams. Leider kann man daran kaum etwas ändern, da man sonst ja den Charakter des Spiels komplett zerstören würde.

Die Liga in unserem Land ist die stärkste auf dem Kontinent und zieht dadurch natürlich viele Spieler aus ganz Afrika an, die bei uns ihr Geld verdienen wollen. Ähnlich wie in Deutschland gibt es dadurch dann nur noch weinige Plätze in den Kadern für junge südafrikanische Talente.
Ihre Spieler sorgen mit einem rhythmischen Aufwärmprogramm für Aufsehen. Was hat es damit auf sich? Diese Form des Aufwärmens bringt die Seele der Spieler zum Vorschein. Afrikaner haben Musik und den Rhythmus im Blut und brauchen dieses Ritual, es ist Teil ihres Spiels. Beim WM-Turnier 2010 wird man auch die Profis aus Südafrika sehen, wie sie sich auf diese Art aufwärmen.
Was können Sie über den Leistungsstand der deutschen Nachwuchsspieler sagen? Ich bin von deren Können überrascht. Jetzt liegt es an den Eltern und dem Umfeld, die Kinder zu fördern.
In Teil 2 des Interviews spricht April "Styles" Phumo über seine Erwartungen an die WM 2006 und beschreibt die Hoffnungen, die im Gastgeberland Südafrika mit der WM 2010 verbunden sind.
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