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Phumo - Fußball in Südafrika
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FD21 über den Fußball in Südafrika

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In Teil zwei des Interviews spricht April "Styles" Phumo über seine Erwartungen an die WM 2006 und die Eindrücke, die er während einer Deutschlandreise Anfang des Jahres sammelte.

Das Ziel heißt "WM 2010"

Zudem wagt der anerkannte Experte des afrikanischen Fußballs einen Ausblick auf die erste Weltmeisterschaft auf dem afrikanischen Kontinent im Jahr 2010 und die Hoffnungen, die vor allem im Gastgeberland Südafrika damit verbunden sind.

Phumo plädiert für eine ruhige Entwicklung der eigenen Talente.

Welchen Eindruck haben Sie von Deutschland sechs Monate vor der WM? Von der organisatorischen Seite habe ich leider noch nicht viel sehen können, was aber weniger an der Vorbereitung der Deutschen, sondern vielmehr daran liegt, dass ich erst so kurz hier bin. Aber ich bin mir sicher, dass die WM reibungslos ablaufen wird.
Was trauen Sie der deutschen Mannschaft zu? Über Jahre hinweg war Deutschland eine Fußballmacht, nur hat man sich darauf ausgeruht. Früher hat Deutschland nur ein oder zwei Tore geschossen und man wusste, dass dieses Spiel für den Gegner nicht mehr zu gewinnen war. Doch als die Topspieler aufgehört haben, wurde eine große Lücke hinterlassen. Den Tiefpunkt markierte das 1:5 gegen England in München. Mich hat dieses Ergebnis damals schockiert. Wie kann eine deutsche Nationalmannschaft nur fünf Tore in einem Spiel kassieren?
Also sehen Sie keine Chancen für die Klinsmann-Elf? Die deutsche Nationalmannschaft wird immer besser. Anfangs war es sehr wackelig, aber jetzt bin ich mir sicher, dass es eine Neuauflage des WM-Finales von 2002 geben und sich Brasilien erneut durchsetzen wird. Den Vize-Weltmeistertitel traue ich den Deutschen zu, da es in ihrem Blut liegt, bei großen Turnieren erfolgreich zu sein. Außerdem ist es sehr wichtig für das gesamte Turnier, dass die gastgebende Mannschaft weit kommt.
2010 wird die WM in Südafrika stattfinden. Was muss und wird sich bis dahin in Ihrem Land noch ändern? Wir versuchen, mehr Zuschauer zu mobilisieren. Eine WM ist dafür natürlich eine sehr gute Möglichkeit. In Südafrika sind Computer und Videospiele weit verbreitet und binden viele Kinder, Jugendliche und Erwachsene vor dem Schirm. Das ist bei uns ähnlich wie in Deutschland.
Als U19-Nationaltrainer kennen Sie Südafrikas Talente genau. Welche Chancen sehen Sie für Ihre jetzigen U19-Spieler bei der WM 2010? Die Chancen stehen eher schlecht. Vielleicht werden es ein oder zwei Spieler schaffen. Für 2010 liegt der Fokus auf unserem olympischen Team. Sicher kann ich nur sagen, dass unser Torwart Thapelo Mabokgwane als zweiter oder dritter Mann auf der Bank mit dabei ist. Für die restlichen jungen Spieler ist es sehr schwierig, da sie noch keine Profis sind und daher noch einen großen Rückstand haben. Zudem wollen wir sie noch keinem Druck aussetzen. Sie sollen sich in Ruhe entwickeln.
Welche Auswirkungen erwarten Sie sich von der ersten WM auf dem afrikanischen Kontinent? Neben einem Schub für den Fußball in ganz Afrika erhoffe ich mir vor allem auch positive Auswirkungen auf die Industrie. Südafrika geht es noch nicht so gut wie Deutschland und der Fußball ist eine riesige Industrie, die Arbeitsplätze schaffen kann und Geld in das Land bringt. Durch mehr Arbeit und Wohlstand können wir dann eventuell auch die Kriminalität bekämpfen.
Mit "Styles" Phumo sprachen die FD21-Mitarbeiter Danny Götz und Martin Ulber.
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