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WM 1986: Maradona steht im Rampenlicht

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Bei der 13. Weltmeisterschaft, die vom 31. Mai bis zum 29. Juni 1986 in Mexiko stattfand, trat einer der besten Spieler aller Zeiten ins Rampenlicht: Mit seinen außergewöhnlichen technischen Fähigkeiten war Diego Armando Maradona der alles überragende Akteure des Turniers.

Zudem machte der kleine Argentinier fünf Treffer – Torschützenkönig wurde jedoch der Engländer Gary Lineker mit sechs Erfolgen – von denen zwei, die kurioserweise auch noch in einem Spiel fielen, zu den bekanntesten der Fußballgeschichte zählen.

Im Finale ist DFB-Keeper Schumacher beim 0:2 der "Gauchos" machtlos.

Maradonas "Tor des Jahrhunderts"

Im Viertelfinale gegen England manövrierte Maradona eine Bogenlampe des britischen Verteidigers Steve Hodge mit der “Hand Gottes“, wie er später sagte, zur regelwidrigen 1:0-Führung der Argentinier in den Kasten. Nur wenige Minuten später startete der damals 25-Jährige in der eigenen Hälfte einen sensationellen Sololauf über 60 Meter, bei dem er fünf Gegenspieler vernaschte und schließlich zum 2:0 einschoss.

Übrigens adelte die FIFA den Treffer im Jahr 2002 zu Recht mit dem Titel “Tor des Jahrhunderts“. Die “Gauchos“ gewannen 2:1 und wurden am Ende durch einen 3:2-Finalerfolg gegen Deutschland zum zweiten Mal Weltmeister.

Mexiko sprang für Kolumbien ein

Eigentlich hätten die Titelkämpfe in Kolumbien ausgetragen werden sollen. Doch weil die Südamerikaner die Auflagen nicht erfüllen konnten, vergab die FIFA die WM wie schon 1970 kurzerhand nach Mexiko.

Dieser Entschluss sollte sich als goldrichtig herausstellen, denn das Turnier wurde trotz der kurzen Vorbereitungszeit und einem Erdbeben im September 1985 zu einem vollen Erfolg. Es strömten insgesamt 2.407.431 Zuschauer in die Stadien (im Schnitt 46.297), die 132 Tore (2,5 pro Match) bestaunen durften.

Zudem wurde erstmals in der WM-Historie mit einem wesentlich attraktiveren Modus gespielt: Es gab sechs Gruppen mit jeweils vier Mannschaften, von denen sich die besten zwei sowie die vier besten Dritten für das Achtelfinale qualifizierten. Danach fuhr man im K.o.-System fort.
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