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11.07.2006 Kenia ist der 1. Straßenfußball-Weltmeister |
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In einem rein afrikanischen Endspiel ist in Berlin der erste Straßenfußball-Weltmeister gekürt worden: Das Team des Projekts MYSA aus Kenia gewann am Samstagabend (08. Juli 2006) mit 4:3 gegen die Mannschaft des Projekts KickAIDS aus Südafrika. Vor 2500 Zuschauern im vollbesetzten Bolzplatz-Stadion am Mariannenplatz zeigten die Teams ein packendes Finale, das erst im Elfmeterschießen entschieden wurde. Nach Ablauf der regulären Spielzeit stand es 2:2. |
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Alle Teams hätten einen Pokal verdient |
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Die Spieler gaben den Applaus an ihr Publikum zurück. |
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streetfootballworld- Geschäftsführer Jürgen Griesbeck und der stellvertretende FIFAGeneralsekretär Jérôme Champagne übergaben dem 1. Straßenfußball-Weltmeister die |
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Copa Andrés Escobar. Der Pokal des streetfootballworld festival 06 ist benannt nach dem kolumbianischen Nationalspieler Andrés Escobar, der nach der WM 1994 wegen eines Eigentors ermordet wurde.
"Jedes der Teams hat ihn verdient, alle haben dafür in ihren Projekten gearbeitet, und MYSA Kenia darf ihn mit nach Hause nehmen“, sagte Jürgen Griesbeck bei der Pokalübergabe. Gleichzeitig kündigte er an, dass das Siegerteam des festival 06 in Kürze die beiden Projekte Search & Groom (Nigeria) und Play Soccer (Ghana) besuchen und dort spielen werde. Die Teams aus den beiden Ländern hatten keine Visa für die Einreise nach Deutschland bekommen. Daher fand das festival 06 nur mit 22 statt 24 Teams statt. |
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Große Fußball-Stimmung am Finaltag |
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In den Viertelfinals dominierten die Mannschaften aus Afrika. Alle vier Teams des Kontinents hatten den Einzug in die Finalrunde geschafft. Die Gewinnermannschaft aus Kenia stammt aus dem Projekt Mathare Youth Sports Association (MYSA). In dem größten Fußballprojekt Afrikas sind 17.000 junge Kenianer aus 16 Slums organisiert. Ein Schwerpunkt ist der Einsatz für den Umweltschutz. Das Projekt war 2003 und 2004 für den Friedensnobelpreis nominiert.
Beim Endspiel kickten in beiden Teams auch Mädchen mit. In der ebenso hochklassigen wie fair ausgetragenen Partie bestritt auf kenianischer Seite die 19-jährige Doreen Nabwire Omondi die |
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Kenianisches Projekt präsentiert selbstgeschnürte Bälle aus Plastiktüten |
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gesamte zweite Halbzeit und bereitete den Ausgleich zum 1:1 vor. Südafrika brachte ebenfalls eine Spielerin zum Einsatz, die 20 Jahre alte Lovejoy Mbulumele. Federico Addiechi, Leiter der FIFA-Abteilung für soziale Verantwortung, überreichte fünf Spielern stellvertretend für alle Teams des festival 06 den Fair Play-Pokal der FIFA. Danny Jordaan, der Chef des Organisationskomitees für die WM 2010 in Südafrika, stimmte bei der Abschlussfeier auf die nächste WM ein. „Wir sehen uns in Südafrika“, rief er dem Publikum zu. In vier Jahren findet in Südafrika parallel zur FIFA WM das 2. streetfootballworld festival statt. |
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Es wurde gefeiert und getanzt |
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Nach den leidenschaftlichen und teils hart umkämpften Partien endete die 1. Straßenfußball- WM am Abend mit einer großen Murga im Stadion: Mehr als 50 Spielerinnen und Spieler aus den Teilnehmerländern führten auf der Spielfläche gemeinsam den traditionellen argentinischen Straßentanz auf. Eine Woche lang hatten sie für den Auftritt geübt und dabei in den Traditionstanz auch Elemente aus ihren eigenen Ländern miteingearbeitet.
Jeder Spieler erhielt zur Siegerehrung einen festival 06-Ball. Die Bälle wurden von TransFair gesponsert und in Pakistan unter fairen Bedingungen produziert. Die Bezirksbürgermeisterin von Friedrichshain-Kreuzberg, Cornelia Reinauer, übergab jedem Team außerdem einen Buddy-Bären. Der Bezirk hat die 22 Bären speziell von einem Künstler für die festival 06-Teilnehmer gestalten lassen. |
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