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Die FD21-Fußballcamps 2012
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FD21 über das Leben als Profi

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Bei seinen verschiedenen Clubs sowie in der Nationalmannschaft hat Hansi Müller erfahren, was es heißt, Fußballprofi zu sein. Neben dem Training führen die nötige Körperpflege, die medizinische Versorgung und die richtigen Ernährung zu einen großen Zeitaufwand, der von Außenstehenden oftmals unterschätzt wird.

Hansi Müller über den Alltag eines Fußballprofis

Der Tagesablauf eines Fußballprofis Ein Trainingstag in einer Woche ohne Wochentagsspiel besteht aus zwei Trainingseinheiten und läuft so ab: 7.30 Uhr Aufstehen. 8.00 Uhr leichtes Frühstück mit Kaffee/Tee, Brot mit Marmelade/Honig, Obst. 9.00 Uhr Anwesenheit am Trainingsgelände und Trainingsvorbereitung. 9.30 - 11.00 Uhr erstes Training mit anschließendem Duschen, Umziehen und Massage. 12.00 Uhr leichtes Mittagessen. 13.00 - 14.00 Uhr Mittagsruhe (Schlafen, Lesen, Fernsehen). 15.30 - 17.00 Uhr zweites Training mit anschließender Gymnastik, Massage oder Sauna. Danach sollte man ein reichhaltiges Abendessen zu sich nehmen. 8 bis 9 Stunden Schlaf sorgen dafür, dass sich der Köper vollständig erholen kann.
Das Trainingslager vor einem Bundesligaspiel Vor einem Bundesligaspiel findet am Freitag das Abschlusstraining auf dem Vereinsgelände statt, bevor die Mannschaft gemeinsam ins Trainingslager/ins Hotel fährt: Freitag 19.30 Uhr Abendessen mit kohlenhydratreicher Kost (z.B. Nudeln, Reis) und Obst oder Früchtejoghurt zum Nachtisch. 20.30 Uhr Vorbesprechung zum Spiel (auch mit Videoanalyse). Anschließend halten sich die Spieler in den Zimmern auf. Der Trainer führt mit einigen Spielern noch Einzelgespräche auf den Zimmern, um diese speziell auf das Spiel einzustellen. 23.00 Uhr ist dann Bettruhe. Am Samstag um 9.00 Uhr Frühstück mit anschließendem Spaziergang (Absprache einzelner Spieler im Hinblick auf das Spiel). 11.30 Uhr Mittagessen mit anschließender Ruhephase. 13.30 Uhr Spielbesprechung und um 14.00 Uhr Abfahrt ins Stadion.
Das Trainingslager vor einem Europapokalspiel Vor einem Abendspiel, das um 20.00 Uhr oder sogar erst um 20.45 Uhr beginnt, hat die Mannschaft natürlich sehr viel mehr Zeit: Um 9.00 Uhr Frühstück und ab 10.30 Uhr leichtes Training (5 gegen 2, Üben von Standardsituationen, Lockerungslauf, Stretching). Danach Mittagessen und 2 Stunden Ruhezeit. Um 16.00 Uhr Kaffeetrinken und so gegen 17.30 Uhr Spielbesprechung. 18.00/18.30 Uhr Abfahrt ins Stadion.
Die Spielvorbereitung in der Kabine In der Umkleidekabine herrscht vor dem Spiel absolute Ruhe und höchste Konzentration. Dabei hat jeder Spieler seine eigenen Rituale, wie er sich auf ein Spiel vorbereitet. Ich als Linksfuß habe mir zum Beispiel immer zuerst den linken Schuh angezogen. Der Trainer gibt nur noch einige kurze Anweisungen. So werden noch einige Varianten für Standardsituationen durchgesprochen oder Informationen zur Aufstellung des Gegners gegeben. Manche Spieler nutzen auch die Gelegenheit, sich nochmals vom Masseur kurz lockern zu lassen oder einige Übungen mit dem Ball zum Ballgefühl zu machen. Dann geht es raus aufs Spielfeld zum Aufwärmen, das die Spieler teilweise eigenständig und zum Teil unter der Anleitung des Co-Trainers absolvieren. Auch für das Aufwärmen hat jeder Spieler seine speziellen Rituale, der Trainer sollte ihnen hier ebenfalls genug Freiraum lassen.
Die Halbzeitpause in der Kabine Das Wichtigste in der Halbzeitpause ist zunächst ein Cool-Down von vier bis fünf Minuten. Es herrscht Ruhe. Jeder Spieler kann trinken, kann sich frische Trikots, Hosen und Stutzen anziehen oder vom Physiotherapeut kurz behandeln lassen. Dann analysiert der Trainer das Spiel, nimmt Umstellungen vor, gibt den Spielern konkrete Hinweise und motiviert. Auch die Spieler geben eine Analyse aus ihrer Sicht, so dass es zu regen Diskussionen in der Kabine kommen kann. Letztlich liegt es aber am Trainer, die gemachten Fehler erkannt zu haben und die Entscheidungen zu treffen.
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