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FD21 über Flexibilität

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Mit 144 Länderspielen kann die ehemalige Rekordnationalspielerin Doris Fitschen auf eine lange und erfolgreiche Karriere zurückblicken. Jetzt ist sie für den DFB im Bereich Marketing tätig.

Hier erklärt sie, warum es wichtig ist, möglichst viele Positionen spielen zu können.

Doris Fitschen über Vielseitigkeit

Auf welchen Positionen hast Du schon gespielt? Ich habe bereits auf fast allen Positionen gespielt. Ich war also eine Allrounderin. Angefangen habe ich als linke Außenstürmen. Ich war damals bei weitem die jüngste Spielerin in meiner Mannschaft und der Trainer ging wohl davon aus, dass ich auf dieser Position am wenigsten kaputt machen konnte (lacht). Später spielte ich im Mittelfeld. So bin ich auch Nationalspielerin geworden. Und noch etwas später wurde ich in der Nationalmannschaft auf der Position des Liberos eingesetzt. Im Verein blieb ich aber Mittelfeldspielerin.
Du warst also sehr flexibel einsetzbar! Denkst Du, dass dies Dir in Deiner Karriere geholfen hat? Ja, unbedingt! Ich kann jungen Spielern und Spielerinnen nur empfehlen, sich nicht zu früh auf nur eine Position festzulegen! Es ist wichtig, im Juniorenbereich möglichst vielfältige Erfahrungen sowohl in der Offensive als auch in der Defensive zu sammeln. Damit meine ich Erfahrungen auf unterschiedlichen Positionen aber auch in unterschiedlichen Spielsystemen.
In welchen Systemen hast Du Erfahrungen gesammelt? Ich habe ja bereits gesagt, dass ich in der Nationalmannschaft als Libero gespielt habe. Doch später stellten wir dort auf ein System mit einer Viererkette um. Dann spielte ich in der Innenverteidigung.
Wie hast Du diese Umstellung empfunden? War es schwierig, noch einmal etwas ganz neues zu erlernen? Anfangs gab es schon einige Schwierigkeiten. Viele Dinge, die vorher richtig waren, mussten nun anders ausgeführt werden.
Welche Dinge meinst Du? Na ja, als Libero musste ich kaum Manndeckeraufgaben erfüllen. Im neuen System galt es, je nach Situation die Aufgaben zu wechseln, mal bist Manndeckerin und mal wieder Libero. Doch als wir uns ein wenig eingespielt hatten, funktionierte es sehr gut, und mittlerweile bin ich von diesem System absolut überzeugt! Wenn die richtigen Spieler vorhanden sind, ist das Spiel mit einer Kette in der Abwehr das Beste!
In der Nationalmannschaft hast Du als Verteidigerin, im Verein als Mittelfeld-spielerin gespielt. Bist Du da nicht durcheinander gekommen? Nein, das ging schon. Vor einem Spiel mit der Nationalmannschaft trafen wir uns schon immer ein paar Tage vorher und haben dann diese Art des Verteidigens trainiert.
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