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Interview mit Head Coach Kelly Cross

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Erkenntnisse einer außergewöhnlichen Reise
Auf ihrer überaus erfolgreichen Testspiel - Tour durch Europa haben wir sie begleitet, jetzt sind sie in ihre Heimat zurückgekehrt: die Kicker der Auswahlmannschaft vom australischen New South Wales Institute of Sport.

Nach ihrer Reise mit zahlreichen Spielen gegen namhafte Gegner wie Borussia Dortmund und Ajax Amsterdam haben wir Head Coach Kelly Cross zu seinen persönlichen Eindrücken befragt.
Was ist ihr persönliches Fazit der Europa-Tour und der absolvierten Spiele? Die Europa-Reise war eine tolle Erfahrung für meine Mannschaft. Wir trafen auf Gegner mit sehr unterschiedlichen Spielweisen, wobei in allen Mannschaften technisch sehr versierte und gut ausgebildete Spieler standen.
Besonders die holländischen Teams waren sehr auf Ballsicherung bedacht, die Torhüter schlugen den Ball sehr selten lang ab, sondern versuchten immer, einen Verteidiger kurz anzuspielen.
Die deutschen Mannschaften zeigten vor allem eine sehr gute Kombination von technischem Können mit einem gesunden Maß an Aggressivität.
Was sind die wichtigsten Erfahrungen und Ergebnisse? Ein unheimlich positiver Effekt der Tour ist, dass meine Spieler jetzt wesentlich mehr an ihre eigene Stärke glauben. Jeder Junge in Australien hat das Traumziel, eines Tages für einen großen europäischen Club zu spielen. Dabei haben sie oft die Vorstellung, die Europäer wären ihnen fußballerisch hoch überlegen. In den Spielen dieser Tour konnten wir jedoch beweisen, dass wir mit den Besten in Europa mithalten können.
Am 8. und 9. April spielten wir gegen die hervorragenden Teams von PSV Eindhoven und Bayer Leverkusen. Die Tatsache, dass wir den PSV mit 2:0 schlugen und 24 Stunden später gegen Bayer nur sehr knapp und unglücklich mit 1:2 verloren, zeigt das Potential und auch den Einsatzwillen meiner Spieler.
Können sie uns etwas über die Haupt-unterschiede zwischen deutschen Teams und ihrer Mannschaft bzw. australischer Teams generell sagen, die sie auf der Tour erlebt haben? Die deutschen Teams ähnelten unserem in der Spielanlage. Sie zeichneten sich durch gute Technik, Disziplin, körperliche Stärke und hohe Einsatzbereitschaft aus.
Bei den meisten unserer Gegner wurde in den Aufwärm- und Cool Down- Phasen weniger nach einem festen Ablauf vorgegangen, als dies bei unserem Team der Fall war. In diesen Bereichen folgen wir den Empfehlungen unserer Sportwissenschaftler vom NSWIS.
Was Trainingsmöglichkeiten und sonstige Rahmenbedingungen angeht, sind die großen europäischen Vereine wesentlich besser ausgerüstet als die Clubs in Australien.
Welche Pläne haben sie bzw. ihre Spieler für die Zukunft? Einer unserer Spieler, Erik Paartalu, wird mit der australischen Auswahl an den U-17 Weltmeisterschaften in Finnland teilnehmen.
Die Anderen, die noch jünger als Erik sind, werden sich auf die nationale Meisterschaft im Oktober vorbereiten. Dann beginnen die Nationaltrainer der Juniorenmannschaften auch mit der Zusammenstellung ihrer Teams für die nächsten zwei Jahre.
Werden wir sie auch 2004 wieder in Deutschland begrüßen dürfen? Aufgrund der durchweg positiven Erfahrungen planen wir definitiv, eine Europa-Reise auch 2004 wieder durchzuführen!
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