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FD21 über den Jugendfußball in der Schweiz

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Als langjähriger Profi in der Ersten und Zweiten Bundesliga hat Peter Knäbel schon einiges erlebt. Doch schon während seiner aktiven Karriere stellte er die Weichen für die Zeit danach. Bereits als 28-jähriger Profi war er bei seinem damaligen Verein 1. FC Nürnberg auch Jugendtrainer und setzte sein Engagement im Nachwuchsbereich bei seiner letzten Station als Spieler, dem FC Winterthur (Schweiz), als Jugendkoordinator fort.

Nachwuchsförderung auf schweizer Art

Nachdem Knäbel beim renommierten FC Basel zunächst drei Jahre als Technischer Direktor tätig war, ist der gebürtige Wittener nun Nachwuchschef des elfmaligen Schweizermeisters.

Im Interview beschreibt Knäbel die Organisation des Jugendfußballs in der Schweiz und erläutert dabei die Unterteilung in Breiten- und Spitzenfußball.
Junge Schweizer sind in ganz Europa verteilt, neben den Akteuren in Deutschland und Italien sind z. B. Senderos und Djourou feste Größen bei Arsenal. Was sind die Gründe? Die Trainer in der Schweiz genießen eine sehr gute Ausbildung. Und wo es gute Trainer gibt, gibt es automatisch gute Spieler.
Wie bewerten Sie, dass viele junge Spieler heute früh ihr Heimatland verlassen und ihr Glück bei Klubs in Europa versuchen? Persönlich halte ich nicht viel davon. Noch kein Schweizer (mit Ausnahme vielleicht von Djourou) ist groß rausbekommen, der bereits in der Jugend ins Ausland gewechselt ist. Ich denke, dass dies einfach schwer mit dem Charakter eines Schweizers zu verbinden ist.
In welcher Weise nimmt der Verband Einfluss auf den Kinder- und Jugendfußball? Der Schweizer Jugendfußball ist streng aufgeteilt in den Spitzen- und den Breitenfußball. Im Spitzenfußball gibt der Verband enge Strukturen für die Leistungszentren vor. Im Breitensport ist der Verband in erster Linie für die Aus- und Fortbildung der Jugendtrainer verantwortlich.
Wie sind verschiedene Altersklassen in der Schweiz organisiert? Im Breitenfußball gibt es nach der E, die D-, C-, B-, und A-Jugend ähnlich wie in Deutschland. Einziger Unterschied ist, dass in der A-Jugend drei statt zwei Jahrgänge zusammenkommen. Im Spitzenfußball gibt es die U-14, U-15, U-16 und U-18 in denen eine nationale Meisterschaft ausgetragen wird.
Spielen dabei bereits die Kleinsten in Ligen oder wie werden Wettbewerbe im Kinderfußball ausgetragen? In der F-Jugend gibt es keine Tabellen, sondern es wird regelmäßig in Form von Turnieren (auch hier ohne Punkte und Platzierungen) gespielt. Für die E-Jugend können Vereine ihre Teams in so genannten Stärkekategorien anmelden. Ab der D-Jugend wird dann mit Auf- und Abstieg gespielt.
Sie sprechen eine Unterteilung in Breiten- und Spitzenfußball an. Gibt es dort eine Art Auf- und Abstieg? Vereine, die im Breitenfußball zuhause sind, können sich um einen Platz im Spitzenfußball bewerben, wenn sie einige Voraussetzungen erfüllen. Dazu gehört unter anderem, dass sie sportlich seit Jahren zu den Besten im Breitenfußball gehören und dass sie im Jugendbereich eine bestimmte Anzahl hauptamtliche Trainer engagieren. Anschließend gibt es einen Vergleich, mit den zwei letzten Teams im Spitzenfußball, ob ein Wechsel stattfindet.
Wie oft wird bei Ihnen trainiert? Das Pensum im Leistungsbereich wird stetig gesteigert: In der F-Jugend gibt es zwei Einheiten wöchentlich, in der E-Jugend drei und ab der D-Jugend mindestens vier bis zu sechs Trainingseinheiten. In der Schweiz wird vom Verband vorgegeben, wie viele Einheiten zu absolvieren sind.
In Teil 2 des Interviews spricht Peter Knäbel über die Stellung des Fußballs in der Schule und die Bedeutung des Frauenfußballs in der Schweiz.
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