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EM 1960: UdSSR gewinnt Premiere

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Die Anfänge der Fußball-Europameisterschaften haben wenig mit der Organisation von heute zu tun. Als 1958 mit den Vorrunden für die EM 1960 gestartet wurde, nahmen nur 17 Mannschaften an diesem Turnier teil. England, Italien und auch die Bundesrepublik Deutschland fehlten beispielsweise, weil der Wettkampf noch kein hohes Ansehen hatte.

Noch keine Gruppenspiele

Die Spiele wurden allesamt im K.o.-Modus ausgetragen. Bis zum Halbfinale wurden die Partien mit Heim- und Auswärtsspiel entschieden. Die Endrunde der letzten vier Mannschaften fand dann zu Ehren des Franzosen Henri Delaunay, der sich sehr um den Aufbau des europäischen Fußballverbandes UEFA bemüht hatte, in Frankreich statt.

Für die Runde der letzten Vier qualifizierten sich neben Gastgeber Frankreich die heute so nicht mehr bestehenden Jugoslawien, UdSSR und Tschechoslowakei. Die Mannschaft der DDR war bereits im Achtelfinale mit zwei Niederlagen an Portugal gescheitert.

In den Halbfinalspielen setzten sich die UdSSR (3:0 gegen Tschechoslowakei) und Jugoslawien (5:4 gegen Frankreich) durch. Die Franzosen verspielten dabei in der Schlussviertelstunde eine 4:2-Führung.

UdSSR in der Verlängerung erfolgreich

Auch wenn das Endspiel in Paris nach dem Ausscheiden der Gastgeber nicht mehr das ganz große Zuschauerinteresse genoss, boten beide Teams einen tollen Kampf. 1:1 hieß es nach 90 Minuten. Die Verlängerung musste also entscheiden. Und dort gelang Stürmer Viktor Ponedelnik der Treffer zum 2:1, der die UdSSR zum ersten Europameister der Geschichte machte.

Im Tor des Titelträgers stand mit Lew Jaschin eine absolute Fußballlegende. Als einziger Torwart überhaupt wurde er 1963 zu Europas Fußballer des Jahres gewählt, die FIFA ehrt den besten Torhüter einer Weltmeisterschaft seit 1994 mit der Lew-Jaschin-Trophäe.
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