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EM 1968: Italien mit Glück zum Titel

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1968 hieß der Wettbewerb erstmals auch offiziell "Europameisterschaft". Und auch das Teilnehmerfeld war besser als jemals zuvor. Alle großen Fußballländer nahmen an der EM teil, so dass insgesamt 31 Mannschaften starteten.

Kein Glück für deutsche Teams

Der Modus wurde entsprechend angepasst. Man führte eine Qualifikation mit sieben Vierer- und einer Dreiergruppe ein. Die Gruppenersten bestritten das Viertelfinale, die dortigen Sieger nahmen an der Endrunde teil.

Die deutschen Teams hatten wenig Glück. Die erstmals teilnehmende Mannschaft der Bundesrepublik verpasste das Viertelfinale durch ein 0:0 in Albanien. Die DDR scheiterte in ihrer Gruppe an Ungarn.

So fanden die weiteren Runden ohne deutsche Beteiligung statt. Gastgeber Italien, Weltmeister England, die UdSSR und Jugoslawien waren die Teilnehmer eines dramatischen Endrundenturniers. Jugoslawien zog durch ein knappes 1:0 gegen die favorisierten Engländer ins Finale ein. Dramatisch wurde es im zweiten Halbfinale: Selbst nach Verlängerung war zwischen Italien und der Sowjetunion noch kein Tor gefallen. Da es damals noch nicht die Entscheidung durch Elfmeterschießen gab, entschied schließlich ein Münzwurf zugunsten der Italiener!

Italien braucht zweiten Anlauf

Im Olympiastadion von Rom fand am 8. Juni 1968 das Endspiel statt. Jugoslawien ging zunächst in Führung, doch Italien glich in der zweiten Hälfte aus. Das 1:1 blieb auch nach 120 Minuten bestehen. Um einen Sieger zu finden, wurde keine Münze geworfen, sondern ein Wiederholungsspiel angesetzt. So trafen beide Mannschaften zwei Tage später erneut aufeinander. Schon in der ersten Hälfte ging Italien mit 2:0 in Führung und konnte diesen Vorsprung behaupten. Nach Spanien 1964 gewann 1968 also erneut der Gastgeber die Europameisterschaft.
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