 |
EM 1992: Der Außenseiter triumphiert |
     |
 |
 |
 |
 |
|  |
|  |
 |
Die Europameisterschaft 1992 endete mit dem vielleicht überraschendsten Titelträger in der Geschichte dieses Wettbewerbs: Eigentlich waren die Dänen gar nicht qualifiziert, rutschten aber durch den politisch begründeten Ausschluss Jugoslawiens ins Teilnehmerfeld. Betont locker zeigte sich "Danish Dynamite" während des gesamten Turniers und kam am Ende zu einem völlig überraschenden Titelgewinn. |
 |
|  |
|  |
 |
 |
Innerdeutsches Duell kam nicht mehr zu Stande |
|  |
 |
Für die Qualifikation wurden die Teams der BRD und der DDR in eine Gruppe gelost. Dies hätte interessante innerdeutsche Duelle ergeben. Durch die Wiedervereinigung im Jahr 1990 kamen diese Partien aber natürlich nicht mehr zu Stande. Das erste gesamtdeutsche Team bei einer EM hatte zwar einige Probleme in der Gruppe mit Belgien, Wales und Luxemburg, setzte sich am Ende aber doch durch und reiste zur Endrunde nach Schweden.
Dort präsentierte sich die Mannschaft alles andere als souverän. Nach einem Unentschieden gegen die GUS (Gemeinschaft Unabhängiger Staaten, ehemals UdSSR) und einem 2:0-Sieg gegen Schottland hätte im letzten Gruppenspiel gegen die Niederländer ein Punkt gereicht. Da es aber eine 1:3-Niederlage setzte, war das Ausscheiden nah. Dass es dennoch zum Halbfinaleinzug reichte, verdankte die DFB-Elf den Schotten, die durch einen Sieg gegen die GUS Schützenhilfe leisteten. |
 |
|  |
|  |
 |
 |
Van Basten scheitert vom Punkt |
|  |
 |
Auf dem Weg ins Endspiel bekam es die von Berti Vogts betreute Mannschaft mit Gastgeber Schweden zu tun. Eine unangenehme Aufgabe, die die deutsche Mannschaft sicher löste. Drei Tore durch Thomas Häßler und zwei Mal Karl-Heinz Riedle reichten für einen relativ sicheren 3:2-Sieg.
Im zweiten Halbfinale trafen die Dänen auf den Titelverteidiger Niederlande. Die hoch favorisierten Niederländer konnten zwei Mal einen Rückstand ausgleichen. Mit 2:2 ging es ins Elfmeterschießen, das die Skandinavier danke eines Fehlschusses von Marco van Basten mit 5:4 für sich entscheiden konnten. |
 |
|  |
|  |
 |
 |
Die Urlauber werden Europameister |
|  |
 |
Trotz des beeindruckenden Siegeszuges der Dänen war der amtierende Weltmeister aus Deutschland im Finale natürlich Favorit. Für Dänemark kein Problem: Schon in der 17. Minute besorgte John Jensen, der früher beim Hamburger SV in der Bundesliga gespielt hatte, die 1:0-Führung. Als dann in der 78. Minute Kim Vilfort das 2:0 erzielte, war die Partie entschieden. Die Dänen, die quasi aus dem Urlaub zur EM gefahren waren, holten völlig überraschend den Titel. |
 |
|  |
 | |
 |
 |
|
 |
 |
|  |