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EM 2000: Der Weltmeister wird auch Europameister |
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Zum ersten Mal wurde die Europameisterschaft 2000 in gleich zwei Ländern ausgetragen. Jeweils vier Stadien in den Niederlanden und Belgien waren Spielorte für die 31 Partien der Endrunde. Für deutsche Fußballfans gibt es allerdings kaum positive Erinnerungen an dieses Turnier. |
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DFB-Mannschaft enttäuscht |
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Bereits in der Qualifikation zeigte die DFB-Elf unter dem neuen Trainer Erich Ribbeck kaum gute Leistungen. Dass es dennoch zur Endrunden-Teilnahme reichte, lag auch an den Konkurrenten. Die Türkei, Finnland, Nordirland und Moldawien waren nicht in der Lage, die Schwäche der deutschen Mannschaft auszunutzen.
Beim Endturnier gab es aber ein absolut enttäuschendes Abschneiden. Nur ein Punkt aus den drei Spielen gegen Rumänien, England und Portugal bedeuteten den vierten und letzten Platz in der Vorrundengruppe A. Und damit natürlich auch das frühe Ausscheiden. |
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Die Niederländer versagen vom Punkt |
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Das deutsche Team war somit bereits auf dem Weg in den Urlaub, als die anderen Mannschaften noch um den Titel kämpften. Große Hoffnungen auf einen Erfolg machten sich nach dem Viertelfinale die Niederländer. Bereits in der Gruppenphase hatten sie drei Siege in drei Spielen feiern dürfen, in der Runde der letzten Acht triumphierte die Mannschaft um Torjäger Patrick Kluivert deutlich mit 6:1 über Jugoslawien.
Doch nur vier Tage später war dieser Traum geplatzt: Gegen Italien schieden die Niederländer nach Elfmeterschießen aus. Und das, obwohl sie nach einem Platzverweis gegen Zambrotta insgesamt fast 90 Minuten in Überzahl waren und in der regulären Spielzeit zwei Strafstöße zugesprochen bekamen. Doch Frank de Boer scheiterte an Torwart Francesco Toldo, Patrick Kluivert setzte den Ball an den Pfosten. So blieb es 120 Minuten beim 0:0, ehe Italien das bessere Ende für sich hatte.
Gegner im Finale sollten die Franzosen sein, die sich in einem dramatischen Spiel gegen Portugal durchsetzten. Kurz vor Ende der Verlängerung bekam der Portugiese Abel Xavier beim Stand von 1:1 unmittelbar vor dem eigenen Tor den Ball an die Hand. Schiedsrichter Benkö aus Österreich gab den Elfmeter, den Zinedine Zidane verwandelte. Aufgrund der Golden-Goal-Regelung war das Spiel sofort beendet, Weltmeister Frankreich im Finale. Anschließend spielten sich sehr unschöne Szenen ab. Einige Portugiesen ließen ihrer Enttäuschung freien Lauf, griffen sogar den Schiedsrichter an und wurden anschließend für lange Zeit gesperrt. |
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Trezeguet schenkt Frankreich den Titel |
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Auch im Endspiel sollten die Franzosen schließlich per Golden Goal die Nase vorn haben. Dabei sahen sie Italiener bereits wie die sicheren Sieger aus. Erst in der Nachspielzeit gelang Frankreich durch Sylvain Wiltord der 1:1-Ausgleich. 13 Minuten waren in der Verlängerung gespielt, als sich David Trezeguet mit seinem Treffer zum 2:1 selbst zum Helden und Frankreich zum Europameister machte |
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