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EM 2004: Sensation durch Griechenland |
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Von den 16 Mannschaften, die 2004 zur Europameisterschaft nach Portugal reisten, hätten die meisten Fußballfreunde den von Otto Rehhagel betreuten Griechen wohl zu allerletzt den Titel zugetraut. Doch mit einer sattelfesten Defensive kegelten die "Hellenen" einen Favoriten nach dem anderen aus dem Turnier. |
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Wieder ein frühes Aus für Deutschland |
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Zu einem Aufeinandertreffen des deutschen Trainers Rehhagel mit dem Team aus seinem Heimatland kam es erst gar nicht. Der DFB-Elf gelang die Qualifikation für das Endturnier zwar ohne Niederlage, in den Spielen gegen Schottland, Litauen, Island und die Färöer Inseln zeigte sich die Mannschaft aber selten souverän.
Bei der Endrunde folgte dann wie im Jahr 2000 die große Enttäuschung. Nach einem 1:1 gegen die Niederlande und einem 0:0 gegen Lettland hätte ein Sieg gegen Tschechien noch zum Weiterkommen gereicht. Doch die Tschechen drehten die Partie nach dem Führungstor durch Michael Ballack noch in einen 2:1-Erfolg und sorgten damit für ein erneutes Ausscheiden der deutschen Elf nach der Vorrunde. |
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Engländer scheitern wieder im Elfmeterschießen |
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Große Spannung brachte das erste Viertelfinale zwischen Gastgeber Portugal und England. Erst kurz vor Ende der 90 Minuten konnten die Portugiesen die 1:0-Führung Englands ausgleichen. In der Verlängerung lagen sie zunächst vorn, doch diesmal gelang England der Ausgleich. Im folgenden Elfmeterschießen zogen die Briten - wieder einmal - den Kürzeren. David Beckham schoss gleich zu Beginn über das Tor und leitete damit das Ausscheiden ein. Held des Abends wurde Portugals Schlussmann Ricardo, der noch einen Strafstoß hielt und selbst den entscheidenden sicher verwandelte.
In den weiteren Partien dieser Runde überraschte Griechenland die Franzosen mit einem 1:0-Sieg, Schweden unterlag den Niederlanden im Elfmeterschießen und Tschechien bezwang Dänemark deutlich mit 3:0. |
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Lieblingsresultat der Griechen: 1:0! |
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Nachdem sich Portugal im ersten Halbfinale verdient mit 2:1 gegen die Niederlande durchgesetzt hatte, kämpften Griechen und Tschechen um den zweiten Platz im Endspiel. Erneut bestach Griechenland vor allem durch eine starke Defensivleistung. Eine Standardsituation brachte schließlich die Entscheidung: Kurz vor dem Ende der ersten Hälfte der Verlängerung wuchtete Abwehrchef Traianos Dellas eine Ecke per Kopf zum 1:0 ins Tor der Tschechen und brachte Griechenland damit sensationell ins Finale.
Der Spielverlauf wiederholte sich im Endspiel: Portugal bemühte sich um ein Tor, doch Griechenlands Abwehr stand gut. Nachdem Angelos Charisteas die Mannschaft von Otto Rehhagel überraschend per Kopf in Front gebracht hatte, versuchten die Gastgeber im Estadio da Luz von Lissbon noch alles, kamen aber nicht mehr zum Erfolg. Völlig überraschend feierte Griechenland am 4. Juli 2004 den bei weitem größten Erfolg seiner Fußballgeschichte. |
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