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12.06.2008 Europäische Stars gegen Rassismus im Fußball

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In Basel trafen sich unter der Leitung von "Football Against Racism in Europe" (FARE) Vertreter der UEFA und verschiedener Organisationen sowie ehemalige Fußballprofis, um das Antidiskriminierungsprogramm bei der UEFA EURO 2008™ einzuläuten.

Alex Frei: "Hautfarbe und Herkunft spielen keine Rolle"

Die Kampagne wird von vielen Spielern unterstützt, die an der diesjährigen Fußball-Europameisterschaft teilnehmen, z. B. vom
Schweizer Kapitän Alexander Frei, der erklärte: "Rassismus und andere Formen der Diskriminierung haben im Fußball keinen Platz. Es ist ein Spiel, das Grenzen überwindet und in dem Hautfarbe und ethnische Herkunft keine Rolle spielen.”

UEFA-Vizepräsident Senes Erzik betonte: "Menschen werden aus vielfältigen Gründen diskriminiert - aufgrund ihrer Hautfarbe, Nationalität, ethnischen Abstammung, sexuellen Orientierung, aufgrund ihres Geschlechts, ihrer Religion und mehr. Es geht nicht einfach um Schwarz und Weiß.”

Rassismus mit Humor begegnet

Auf der Veranstaltung berichtete der ehemaligen Kapitän der Schweizer Nationalmannschaft Ramon Vega (früher unter anderem bei Tottenham Hotspur) von seinen Erfahrungen in verschiedenen Ländern: "Ich habe in England, Schottland, Frankreich und Italien gespielt, und ich habe überall Diskriminierung erlebt. Aber Fußball ist ein großartiger Gleichmacher. Dies ist der Grund, warum ich hier bin, um zu zeigen, was dieser großartige Sport leisten kann, indem er Menschen zusammenbringt und Rassismus ausrottet.”
Der frühere ghanaische Nationalspieler Anthony Baffoe, der erste afrikanische Spieler der Bundesliga während seiner aktiven Zeit in Köln, erklärte, wie er rassistischen Anfeindungen begegnete: "Während meiner Zeit in Deutschland habe ich mich auf meinen Humor und meine Ironie verlassen, um mit dem Rassismus umzugehen. Einige Fans mochten das, andere nicht, aber ich habe dadurch Respekt gewonnen.”

Zwei Zitate unterstreichen sehr gut, wie sich Baffoe zu seiner aktiven Zeit bemühte, humorvoll mit rassistischen Tendenzen umzugehen. Einem provozierenden weißen Gegenspieler entgegnete er ironisch: "Du kannst auf meiner Plantage

Anthony Baffoe bezieht stets aktiv Stellung gegen Rassismus.

arbeiten!" Einen Schiedsrichter forderte er mit den Worten: "Wir Schwarzen müssen doch zusammenhalten" zu mehr Entgegenkommen auf.

Spieler und Funktionäre unterstützen die Kampagne

Das ‘Unite Against Racism’-Programm ("Vereint gegen Rassismus"), das vom FARE-Netzwerk in Kooperation mit der UEFA koordiniert und von der internationalen Spielervereinigung FIFPro unterstützt wird, läuft für die gesamte Dauer des Turniers. Es schließt den TV Spot "Different Languages - One Goal: No To Racism", Bandenwerbung und Fanaktivitäten ein. Die Kampagne findet bei den Halbfinalspielen in Basel und Wien im Verlesen von Antirassismusbotschaften durch die Mannschaftskapitäne ihren Höhepunkt.

Informationen rund um die Kampagne gibt es unter
www.FAREnet.org .
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