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B-Junioren: Heißes Rennen um Platz eins

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Am vorgezogenen 21. Spieltag wurde es an der Spitze der Nord-Staffel der B-Junioren-Bundesliga Nord noch enger: Hertha BSC und der VfL Wolfsburg trennten sich 1:1-unentschieden und verpassten es somit beide, sich in der Tabelle etwas abzusetzen. Hannover schloss zum Spitzenreiter aus Berlin auf, auch Bremen ist wieder dran.

Die Spitze rückt zusammen

Im Spitzenspiel zwischen Berlin und Wolfsburg reichte es für keine der beiden Mannschaften zu drei Punkten. In einer von Taktik geprägten Partie brachte Kamarieh die Herthaner in Führung (48.), doch Wolfsburgs Torjäger Palacios-Martinez glich kurz darauf aus (65.). Die kompakten Abwehrreihen verhinderten weitere Tore, so dass es am Ende beim 1:1 blieb. "Es war von beiden Mannschaften ein hohes Niveau, zweier Spitzenteams würdig und eine Werbung für den Jugendfußball", sagte VfL-Coach Manfred Mattes.

Ganz zufrieden war er dennoch nicht: "In vielen Spielphasen hatten wir die höhere Dominanz und das Mehr an Torchancen. Wir waren über weite Strecken die bessere Mannschaft. Deshalb ist das 1:1 ein bisschen wie eine gefühlte Niederlage." Sein Gegenüber Andreas Thom sah das etwas anders, er wähnte seine Mannschaft im Vorteil: "Das war heute ein guter Jahresabschluss, auch wenn gegen Wolfsburg vielleicht noch etwas mehr drin gewesen wäre." Hertha überwintert mit einem Punkt Vorsprung auf die drittplatzierten Wölfe auf Platz eins.

Auf dem zweiten Rang geht Hannover in die Pause. Die Niedersachsen gewannen in letzter Sekunde mit 1:0 gegen Holstein Kiel und haben nun - wie Hertha BSC - ebenfalls 36 Punkte. Lediglich die um zwei Treffer schlechtere Tordifferenz verhinderte den Sprung an die Tabellenspitze. Das Hannoveraner Tor des Tages erzielte Panagiotidis in der Nachspielzeit der zweiten Hälfte. Kiel geht als bester Aufsteiger mit zehn Punkten Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz ins nächste Jahr.

Bremen hat mit einem 1:0-Erfolg in Osnabrück den vierten Platz gefestigt und den Abstand nach oben auf drei Zähler verringert. In einer kampfbetonten, durchschnittlichen Partie reichte den Bremern ein Tor von Hilßner (22.) zum Sieg beim so bezeichneten Angstgegner. Osnabrück drehte in der Schlussphase noch einmal auf und warf alles nach vorne, doch Werder-Keeper Kuschkowitz verhinderte ein ums andere Mal den Ausgleich - in der letzten Minute rettete er spektakulär. Nach dem Schlusspfiff musste der Schiedsrichter dann nochmals eingreifen: Osnabrücks Gedim und der Bremer Torschütze Hilßner gerieten aneinander und erhielten beide die Rote Karte - ein Nachspiel von Seiten des DFB wird es also geben.

Einen Kantersieg feierte der HSV-Nachwuchs beim 5:2 gegen Schlusslicht Zehlendorf. Gnanzou (20.) Müller (28., 40.) und Kunter (30.) stellten für die Hamburger die Weichen schon in der ersten Hälfte auf Sieg. Nach dem Wechsel erhöhte Öztunali (51.) auf 5:0, bevor die Herthaner durch Gassen (65.) und Siakam-Tchokoten in der Schlussminute das Ergebnis noch halbwegs erträglich gestalten konnten. "Wir freuen uns, dass wir die Hinrunde mit einem Sieg beenden konnten. Die Jungs haben sich eine Pause verdient, aber im neuen Jahr werden wir wieder angreifen", gab HSV-Coach Torsten Fröhling zu Protokoll. Die Hamburger stehen aktuell auf dem fünften Rang, der Rückstand auf die Spitze beträgt allerdings nur fünf Zähler.

Wer soll Köln aufhalten?

Die Kölner gehen nach dem 3:1-Sieg bei Rot-Weiss Essen als ungeschlagener Tabellenführer in die Winterpause. Der FC-Nachwuchs ist das Maß aller Dinge: bester Angriff, beste Verteidigung, meiste Siege. So ließen sich die Jungs von Trainer Boris Schommers auch durch einen frühen Rückstand nicht aus der Ruhe bringen. Koukladas hatte Essen in Führung gebracht (7.), doch Köln drehte das Spiel.

Kapitän Budimbu, als einer von zwei Akteuren aus der Meistermannschaft des Vorjahres noch in der U17 aktiv, traf zuerst per Foulelfmeter (22.) und legte noch vor der Pause sein zweites Tor nach (35.). In der Nachspielzeit der zweiten Hälfte markierte Clemens den 3:1-Endstand. Essen rutschte durch die Niederlage in der Tabelle auf den siebten Rang, hat jedoch 14 Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz.

Im Aufeinandertreffen zwischen Dortmund und Mönchengladbach gab es für kein Team drei Punkte. Der BVB verpasste es durch das 2:2-Unentschieden, den Abstand auf Platz eins bei fünf Zählern zu belassen. Der Punkt gegen Gladbach war zwar im Endeffekt verdient, kam jedoch etwas glücklich zustande.

Die Gäste gingen durch einen Freistoß-Treffer von Kurt vor der Pause in Führung (39.). BVB-Goalgetter Benkarit glich zunächst aus (47.), doch Gladbach ließ sich nicht verunsichern, wie Trainer Thomas Flath anmerkte: "Die Mannschaft hat Charakter gezeigt und das Spiel nach und nach wieder an sich gerissen." Celik erzielte das 2:1 für die Fohlen (74.), doch kurz vor Schluss war es wieder Benkarit, der den Punkt für Dortmund sicherte (78.).

Bayer 04 hat etwas überraschend beim Tabellendritten Schalke mit 3:2 gewonnen. Leverkusen war schleppend in die Saison gestartet, zeigte sich zuletzt aber deutlich verbessert - von den letzten sechs Spielen verlor der Bayer-Nachwuchs nur eines. Gegen Schalke dominierte die Mannschaft von Trainer Tom Cichon die ersten 40 Minuten und ging mit einer verdienten 1:0-Führung durch Streit (36.) in die Pause. Die Knappen kamen besser aus der Kabine. Bodenröder glich aus (49.), doch Leverkusen schlug zurück. Nach zwei Eckbällen schraubten Gibaldi (65.) und Schneider (69.) das Ergebnis auf 3:1. Meyer gelang nur noch der Anschlusstreffer für S04 (78.). "Leverkusen hat letztlich verdient gewonnen, auch wenn ein Unentschieden natürlich für uns schöner gewesen wäre", sagte Schalke-Coach Tomasz Waldoch.

VfB macht's wieder spannend

Im Spitzenspiel setzte sich Stuttgart mit 2:1 gegen Nürnberg durch. Werner erzielte nach einem Abwehrfehler der Franken das 1:0 für den VfB (18.). Der Tabellendritte aus Stuttgart dominierte das Geschehen auf dem (Kunst-)Rasen, war spielerisch überlegen und wurde nur bei Standards der Nürnberger in Bedrängnis gebracht. Im zweiten Durchgang war es erneut Werner der die ersten Akzente setzte - jedoch nicht im positiven Sinn. Zwei Fouls kurz nacheinander bescherten ihm die Gelb-Rote Karte (54.).

Der Club blieb weiter nur durch Freistöße und Ecken gefährlich, doch ein Tor gelang auch in Überzahl zunächst nicht. Soyudogru hämmerte zehn Minuten vor Schluss einen Freistoß aus 25 Metern zum 2:0 für den VfB ins Netz. Nürnberg kam durch Stark noch zum Anschlusstreffer, doch da war bereits die Nachspielzeit angebrochen - somit blieb es am Ende beim verdienten Auswärtssieg der Stuttgarter. Für den Club endeten damit gleich zwei Serien: es war der erste Punktverlust nach zuvor fünf Siegen in Serie, zudem hatten die Franken zuvor jedes ihrer Heimspiele in dieser Saison gewonnen.

Eintracht Frankfurt profitierte vom Punktverlust der Nürnberger und verkürzte den Abstand auf den Tabellenführer auf einen Zähler. Nach zuvor vier sieglosen Partien siegte das Team von Trainer Uwe Bindewald mit 2:1 in Freiburg. Stendera sorgte mit einem sehenswerten Solo früh für die Frankfurter Führung (8.), die Michel kurz darauf noch ausbaute (17.). Freiburg spielte gut mit, erarbeitete sich große Chancen, doch die Frankfurter hatten laut Bindewald "einen an diesem Tag überragenden Marvin Schwäbe im Tor".

So dauerte es bis zur 72. Minute, ehe Schöttgen der 1:2-Anschlusstreffer gelang - zu mehr reichte es für den Sportclub nicht mehr. "Die Jungs haben die ganze Woche über schon gut trainiert, das Abschlusstraining war klasse und die Hinfahrt nach Freiburg sowie die Übernachtung hatten einfach richtig Spaß gemacht. Meine Mannschaft war wirklich gut drauf", freute sich Bindewald zum Abschluss des Jahres, das sein Team auf dem zweiten Platz beendet.

Auch die Münchner Löwen setzen sich im oberen Tabellendrittel fest. Durch den 3:1-Sieg in Augsburg belegt die Mannschaft von Fred Klaus weiterhin den vierten Rang, der Abstand auf den ersten Platz beträgt jedoch nur noch drei Punkte. Ngu'ewodo brachte 1860 schnell in Führung (7.), der Augsburger Keeper Hinrichs bekam gut zehn Minuten später einen Lattenkracher von Scherzer an den Rücken, von wo aus der Ball ins eigene Tor fiel - 2:0 für die Löwen (18.). Nach der Pause erzielte Framberger den Anschlusstreffer für den FCA (46.), doch am Ende machte Bartnick den Sack für die Münchner zu (80.). "Sportlich wie charakterlich hat sich die Mannschaft in dieser Saison sehr gut präsentiert und sich mit diesem Sieg zum Jahresende selbst belohnt", lobte Klaus seine Mannschaft. Trotz des geringen Abstands nach oben, schaut Klaus lieber nach unten: "Wir überwintern jetzt in der ersten Tabellenhälfte mit reichlich Polster auf die Abstiegszone."

Belohnt haben sich auch die Junioren des FSV Frankfurt - mit einem Kantersieg gegen das neue Tabellenschlusslicht aus Freiberg. Am Ende einer kuriosen Partie stand es 3:7. Freibergs Kunde schoss das 1:0 (3.), doch danach trafen die Frankfurter nach Belieben: Weiss (9.), Wolf (16.) und Lippert (37.) drehten die Partie noch vor dem Wechsel - daran änderte auch Jelics Anschlusstreffer für die Freiberger nichts: 2:3 zur Pause. Gerezigher schraubte das Ergebnis mit einem Doppelschlag kurz nach dem Seitenwechsel (44., 46.) in die Höhe, Bickel (51.) und erneut Wolf (69.) sorgten für die weiteren Tore. Jelic traf auf SGV-Seite ebenfalls ein zweites Mal (61.), doch am Ende blieb es beim Debakel für die Freiberger, die weiterhin ohne Saisonsieg bleiben.
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