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Ohne Ausbildung Jugendliche trainieren

Kinder- und Jugendtraining erfordert mehr Kenntnisse, als einem normalen Fußballer in seiner eigenen Praxis vermittelt worden ist.

Jugendtraining unterscheidet sich stark vom Training der Erwachsenen. Eine persönliche Fortbildung (Literatur, Internet) oder eine Ausbildung durch die Landesverbände ist unumgänglich.

Langweiliges Training mit Wartezeiten

Die Übungen mit dem Ball sollten so organisiert sein, dass jeder Spieler nicht unnötig auf seinen Versuch warten muss, sondern sofort an der Reihe ist. Zum Beispiel sollten beim Torschusstraining auf mehrere Tore gespielt werden und nicht 8 Spieler und mehr in einer Warteschlange stehen. Technik- und Taktikinhalte sollten in Schwerpunkten/ Schwerpunktsperioden vermittelt werden.

Durch Wettbewerbe während der Übungsphasen, Verbindung mit Torabschluss und Anwendung in kleinen Spielen, wird ein Training trotz vieler Wiederholungen attraktiv und kurzweilig. Fußball lernen geht nur mit dem Spielgerät Ball selbst. Solange bei den Spielern technische oder taktische Defizite vorhanden sind, muss der Ball im Mittelpunkt stehen.

Isoliertes Konditionstraining wie im Erwachsenenfußball

Kraft, Ausdauer und Schnelligkeit können auch mit Ball intensiv trainiert werden. Für ein Konditionstraining mit Ball reichen die eigenen Erfahrungen (Konditionstraining ohne Ball) häufig nicht aus, auch hier steht wieder die Forderung nach Trainerausbildung.

Ergebnisdenken im Vordergrund

Ergebnisdenken verhindert oft die notwendige Ausbildung von Kindern und Jugendlichen. Auch in der Altersgruppe 12-14 Jahre sollte immer noch Vielseitigkeit im Vordergrund stehen und Jugendliche nicht immer auf der ergebnissichernden Position spielen.

Von Spieltag zu Spieltag Training zu planen, um gerade auftretende oder im Hinblick auf das kommende Spiel Fehler zu beheben, verhindert wiederholtes, gezieltes Lernen. Der Ergebnisdruck und Druck von außen verhindert häufig das freie, kreative Spielen im Nachwuchsfußball. Oftmals macht es Sinn, eine Spielklasse tiefer oben in einer Tabelle mitzuspielen, als gegen den Abstieg zu kämpfen.

Die Spieltaktik wird wie im Erwachsenenfußball leider oft misserfolgsvermeidend ausgerichtet. Zunächst muss hinten die Null stehen, der Überzahlspieler hinten fehlt vorne, um das zu tun, was Spaß und Begeisterung im Kinder- und Jugendfußball ausmacht; Tore schießen.
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