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02.06.2003 Rufer kehrt zurück |
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Lange Jahre war er hierzulande erfolgreich als Stürmer für Werder Bremen unterwegs, wurde dort 1993 Deutscher Meister, gewann 1991 und1994 den DFB-Pokal und 1992 sogar den damaligen Europapokal der Pokalsieger. Nach seiner aktiven Karriere ist er in seine Heimat Neuseeland zurückgekehrt und engagiert sich dort für Kinder und Jugendliche. Die Rede ist natürlich von Wynton "Kiwi" Rufer, der nun als Trainer mit einer Junioren-Auswahl für zwei Wochen nach Deutschland kommt. |
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Wynton Rufer zurück nach Deutschland
Nach einem Engagement in der japanischen J-League ging Wynton Rufer 1997 nach Neuseeland zurück und erfüllte sich dort mit der Gründung von WYNRS (Wynton Rufer Soccer New Zealand) einen lang gehegten Wunsch. In der Arbeit von WYNRS wird modernes Fußballtraining mit dem so genannten "Life Skills" - Programm verbunden. Dahinter steckt die Philosophie, dass "nicht jeder ein sehr guter Fußballer werden kann, aber jeder ein sehr guter Mensch!". Mit dieser Absicht, Kinder zu betreuen und zu unterrichten und nicht nur kleine Fußballer zu trainieren, erzielt WYNRS große Erfolge. In den knapp 6 Jahren seit Gründung haben bereits 14.000 Kinder das Programm kennen gelernt, zurzeit werden über 2000 Kinder an zahlreichen Stützpunkten in ganz Neuseeland betreut. |
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Sportlich und menschlich dazulernen
Mit einer Auswahl von 11-13jährigen Kickern reist Wynton Rufer nun durch Deutschland. Neben sportlichen Aspekten, die unter anderem durch Vergleiche mit Jugendteams vom 1.FC Köln und Bayern München deutlich werden, zählt für die neuseeländische Gruppe vor allem der Austausch und das Kennenlernen Deutschlands. So werden die Kinder auch nicht abgeschottet leben, sondern während eines viertägigen Aufenthaltes in Köln beispielsweise in den Familien der gleichaltrigen Kicker untergebracht sein und mit diesen auch die Schule besuchen, um so selbst zu erfahren, wie Kinder in Deutschlands leben.
In der zweiten Juniwoche werden die Neuseeländer dann zusammen mit deutschen Kindern an einem Fußballcamp in München teilnehmen, bei dem Wynton Rufer als einer von mehreren profierfahrenen Coaches die gesamte Gruppe betreuen und trainieren wird. Für das Camp sind noch wenige Plätze frei, wer mitmachen möchte kann sich auf http://www.cvjm-fussballcamp.de informieren. |
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Interview mit Wynton Rufer
fussballD21 wird die Reise der "Kiwis" durch Deutschland begleiten und von ihren sportlichen Ergebnissen und menschlichen Erfahrungen berichten. Vor dem Abflug nach Deutschland haben wir bereits mit Wynton Rufer über den Fußball, speziell den Jugendfußball, in Neuseeland sprechen können:
FD21: Sie kommen mit einer Mannschaft von 11-13-jährigen Kindern Ihrer Fußballschule nach Deutschland. Warum unternehmen Sie so eine lange Reise und was sind Ihre Erwartungen?
Wynton Rufer: Wir möchten damit vor allem den internationalen Austausch fördern. Für die Kinder ist es die Chance, ganz neue Erfahrungen zu sammeln und sich dadurch persönlich weiter zu entwickeln, sowohl fußballerisch, als aber auch menschlich.
FD21: Wie ist der Fußball in Neuseeland organisiert? Gibt es eigene Profiligen?
Wynton Rufer: Fußball in Neuseeland ist im internationalen Vergleich schlecht. Es gibt lediglich eine Profi-Mannschaft, die in der australischen Liga mitspielt. Mit den Profis, die im Ausland spielen, bekommen wir aber eine anständige Nationalmannschaft zusammen. Das hat zuletzt das 1:1 gegen die von Berti Vogts betreuten Schotten gezeigt. Gegen die muss Deutschland demnächst ja auch noch antreten...
FD21: Wie ist die Talentsichtung und -förderung in Neuseeland organisiert?
Wynton Rufer: Die ist leider auch schlecht organisiert. Der Einfluss von fußballerisch eher durchschnittlichen Engländern ist dabei zu groß.
FD21: Gibt es durch den neuseeländischen Fußballverband eine landesweite Sichtung und Förderung, und wenn ja, wie ist sie organisiert?
Wynton Rufer: Nein, die gibt es noch nicht. Aber es wird immer wieder gesagt, dass es bald gemacht werden soll!
FD21: Vielen Dank für das Interview und gute Reise! |
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