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Real Madrid: Auf den Spuren von Raúl und Casillas

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Das Jugendzentrum von Real Madrid gehört zu den besten in Spanien. Die Ausbildung zum Profi erfolgt sportlich und schulisch nach strengen Regeln.

Herr über die Jugend

Alberto Giraldez gehört nicht gerade zu den bekannten Persönlichkeiten bei Real Madrid. Dennoch ist er als Leiter der „Ciudad Deportivo“, des Ausbildungszentrums der „Königlichen“, einer der einflussreichsten Akteure beim spanischen Rekordmeister. Im November 1999 übernahm Giraldez dieses Amt von Vicente del Bosque, der damals Profi-Trainer wurde.

Erfolg beinahe garantiert: Spieler von Real Madrid können häufig jubeln.

Das Reich des Alberto Giraldez umfasst zwölf Mannschaften mit 253 Spielern sowie 64 Angestellten und ist straff organisiert. Wer in die „Ciudad Deportiva“ aufgenommen wird, muss festen Regeln folgen, die vor allem dem Zweck dienen, talentierte Jugendliche auf eine Zukunft als Real-Profi vorzubereiten. Dazu gehört eine umfassende Erziehung. „Wir bilden nicht nur den Sportler, sondern auch den Menschen aus“, betont Giraldez das Credo des Schulungsprogramms. Probleme gibt’s wenige: "Die Jungs haben ein hohes Ziel: Erfolg im Fußball. Deshalb akzeptieren alle die Regeln.“

Damit der junge Fußballer und seine Eltern dieses Programm rasch verinnerlichen, gibt es drei Broschüren: 1. das „Willkommensheft“, in dem es um die Historie des Klubs, um die Bedeutung, ein Real-Spieler zu sein und um positive Beispiele früherer Stars geht. 2. das „Blaue Buch“, in dem die Rechte und Pflichten der Zöglinge exakt aufgelistet sind und 3. das Brevier „Die Eltern spielen auch“, das diesen spezielle Tipps im Umgang mit ihren hoffnungsvollen Sprösslingen vermittelt.

Große Namen

Die Talente kommen aus allen Teilen Spaniens, doch nicht jede Familie kann nach Madrid umziehen, in solchen Fällen werden die Kinder in Gastfamilien untergebracht. Zum Teil leben dort zwei, drei Nachwuchsspieler zusammen. Diese Pflege-Eltern erhalten Geld von Real und werden regelmäßig überprüft. Dies gilt für die Jungen zwischen 8 und 13 Jahren.

In den Altersklassen zwischen 14 und 18 Jahren leben und lernen die Jugendlichen, deren Familien nicht in Madrid sind, im renommierten kirchlichen Internat San Estanislau de Koska. Die Kosten übernimmt Real. Der Klub hat zudem eine Abmachung mit einer kirchlichen Universität, auf der die Real-Spieler studieren können. Die Jungen erhalten ein Taschengeld und bei großen Erfolgen Belohnungen, zum Beispiel eine Reise nach Disney-Land.

Die Vormittage gehören der Schule. Real stellt zudem selbst zwei Lehrer, die in den Problemfächern helfen. An vier Nachmittagen ist Training, zwei sind frei und am Sonntag wird gespielt.

Paradebeispiel für Reals Jugendförderung: Raúl.

Die Trainingsinhalte sind überwiegend ballorientiert. Die technische Ausbildung steht anfangs im Vordergrund, die taktische folgt aber schon in einem frühen Stadium. Außerdem wird sehr individuell an den Stärken und Schwächen der Talente gearbeitet.

Die „Ciudad Deportiva“ ist sehr produktiv. Große Namen der Vergangenheit sind Santisteban, Camacho, Del Bosque, Butragueno oder Michel. In der letzten Saison standen in Reals Profi-Kader immerhin zwölf Eigengewächse, von denen Raúl, Casillas und Guti die bekanntesten sind. Insgesamt kamen in 20 Klubs der Primera Division 40 Spieler zum Einsatz, die bei Real ausgebildet wurden.
Mit freundlicher Unterstützung von: kicker Sportmagazin
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