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Atalanta Bergamo: Trapattoni und sein Jugend-Traum

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Nicht Juve oder Milan sind führend in der Jugendarbeit Italiens. Selbst der aktuelle Nationaltrainer Giovanni Trapattoni will irgendwann einmal zu Atalanta Bergamo.

Mit Lockerheit zum Erfolg

Bergamo ist ein Provinzstädtchen im Norden Italiens. Ruhig, beschaulich. Mindestens einmal im Jahr jedoch wird es dort richtig laut. Und turbulent. Mehr als 500 Kinder und Jugendliche aus Italien, primär aber aus Bergamo und Umgebung, finden sich an drei Tagen im September im Stadion „Atletti Azzurri d’Italia“ zum großen Sichtungstraining von Atalanta ein. Hier dürfen die Kids, das Gros jünger als zehn Jahre, auf ihrer Lieblingsposition vorspielen. Die Besten bleiben. Und damit sind schon zwei Geheimnisse des Erfolgs in der Jugendarbeit Atalantas gelüftet. Nicht nur die Weise des Scoutings (natürlich sind auch hellwache Beobachter zusätzlich im Land unterwegs) sucht ihresgleichen, sondern auch die lockere, freie Art, in der sich die Kinder bewegen und entwickeln können, ist signifikant für Atalanta.

In seinem Element: Italiens Nationalcoach Trapattoni.

„Wir wissen, dass unsere Arbeit auch im Ausland geschätzt wird“, sagt Mino Favini, seit zwölf Jahren Jugendleiter des Klubs, nicht ohne Stolz. Taktik? Nicht vor dem 15. Lebensjahr! Kraftraum, Athletik? Ab 17 Jahren wird daran gedacht. Bis dahin steht der Ball im Mittelpunkt. Spielen, spielen, spielen – dürfen die Kinder und Jugendlichen. Und Erfolge auf unzähligen Jugendturnieren geben dieser Philosophie Recht.

Fünfköpfige Kontrollkommission

Zwölf Trainer und zwölf Mannschaften in den verschiedensten Altersklassen umfasst das Jugendgerüst – von neun bis 19 Jahren. Im Alter zwischen zwölf und 14 Jahren unterschreiben die Kinder – im Beisein der Eltern – einen Vertrag über drei bis fünf Jahre, der ihnen garantiert, von Atalanta sportlich betreut zu werden.

Drei Mal in der Woche wird drei Stunden trainiert. Wer von außerhalb kommt, wohnt in einem Jugendhaus, das zu einem katholischen Institut gehört, geht aber normal weiter zur Schule. Im Jugendhaus kontrolliert eine fünfköpfige Kommission (ein Trainer, ein Professor, zwei

Aus Bergamo nach Turin: Tacchinardi (links) läuft nun für Juventus auf.

Studenten und gar ein Priester) die sportliche und menschliche Entwicklung des Nachwuchses, der bewusst zu Eigenständigkeit und flexiblem Denken erzogen wird.

Einige große Namen stammen aus dem Nachwuchsköcher Atalantas. Dazu gehören die Nationalspieler Alessio Tacchinardi, Roberto Donadoni, Gaetano Scirea und Cristiano Doni. Mit ihren Weiterverkäufen hat sich der Klub lange in der Seria A gehalten – im Mai allerdings stieg er ab. Der gute Ruf der Jugendarbeit jedoch ist auch Italiens Nationaltrainer Giovanni Trapattoni bekannt: Irgendwann, wenn er Stress und Druck aus all den Jahren hinter sich lassen will, aber dennoch nicht vom Fußball loskommt, könnte er sich vorstellen, sich Bergamos Jugendtrainer-Stab anzuschließen. Das hat er Favini einmal gesagt. Doch ob der Maestro seine Ruhe finden wird in Bergamo, wenn es laut wird – besonders im September…
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