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AJ Auxerre: Gras für die Bauern - Geld für Talente

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Nirgendwo werden in Frankreich Talente besser gefördert als bei AJ Auxerre. Dafür griff man auch gelegentlich zu unkonventionellen Sparmaßnahmen.

Mit Kontinuität zum Erfolg

Das ist eine Rarität: Seit mehr als zwanzig Jahren ist AJ Auxerre in der französischen Ligue 1 schuldenfrei. Zu verdanken hat dies der Klub aus der kleinen Stadt in Burgund (39000 Einwohner) seiner Jugendarbeit. Dies weiß auch Trainer Guy Roux, seit 1961 im Amt: "Als wir 1981 in die höchste Klasse aufstiegen, wussten wir, dass wir nur bestehen, wenn wir die Profis selber ausbilden."

Um jedoch ein ultramodernes Jugendzentrum finanzieren zu können, mussten immer wieder die besten Spieler verkauft werden: Eric Cantona und Basile Boli gingen nach Marseille, Jean-Marc Ferreri nach Bordeaux, Bernard Diomède nach Liverpool. Auch Auxerres derzeitiges Top-Talent, Innenverteidiger Phillippe Mexès, ist mit seinen 21 Jahren bei Europas Spitzenclubs bereits heiß begehrt.

"Mr. Auxerre": Guy Roux widmet sich seit 1961 der Jugendförderung bei AJ

Zudem ließ man in der Sommerpause schon mal den Rasen wachsen und das Gras wurde an die Bauern verkauft! Diese und weitere Maßnahmen trugen offenbar Früchte: Heute ist Auxerre Frankreichs einziger Klub mit eigenem Stadion.

"Das individuelle Talent reicht nicht"

Natürlich gehören auch die Trainingsanlagen der Jugend (fünf Hektar) dem Klub. Die 17- und 18-Jährigen leben in einem Haus mit 800 Quadratmetern Wohnfläche. Jedes Jahr werden dort 17 Jugendliche beherbergt. Ein zweites Gebäude von 700 Quadratmetern inklusive eines großen Restaurants wurde für die 14- bis 16-Jährigen errichtet. Hier leben 16 Nachwuchskicker. Für das Training wurden zwei Plätze und ein weiterer mit Kunstrasen installiert sowie eine Halle und ein Tennisgelände. Zuletzt hat der Verein auch einen Kraftraum auf 150 Quadratmeter eingerichtet.

Aus dem Internat ins Profigeschäft - in Auxerre eher Normalität

Vor allem ein eigenes Internat ist ein großes Faustpfand für Roux, wenn er um die besten Talente buhlt. Fünf Trainer mit Verbandsdiplom coachen zwischen acht und 14 Stunden pro Woche drei Altersklassen. Technik bei den Jüngsten (unter 15 Jahren), Kondition, Schnelligkeit, Taktik (16 bis 18) sowie Vorbereitung auf den Profikader (ab 19) sind die Schwerpunkte.

Roux nennt ein Credo für alle: "Das individuelle Talent reicht nicht, wir schätzen die Mentalität, wir wollen keine Hitzköpfe, die nur an sich denken." Schon vor der Ankunft der Kids in Auxerre hat sich Roux ausführlich über den Nachwuchs erkundigt. Im ganzen Land hat er Beobachter, die jeden Sonntag Jugendspiele verfolgen. Und so wurde Auxerre Frankreichs bester Klub für Jugendförderung. 62 Prozent der Jugendlichen bei AJ erhalten einen Profi-Vertrag. Bei anderen Vereinen sind es durchschnittlich nur 33,33 Prozent.

"Auxerres Internat ist einfach einmalig", versichert Ex-Star Basile Boli: "Ich wurde nicht nur Championsleague-Gewinner 1993 mit Marseille, ich wurde auch ein Mensch, der später immer gerade Wege ging."
Mit freundlicher Unterstützung von: kicker Sportmagazin
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