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1905 entdeckten die russischen Forscher V.S. Gulewitsch und R. Krimberg im Muskelfleisch von Säugetieren eine Substanz, die für die Muskelfunktion von starker Bedeutung ist. Sie benannten den Stoff "Carnitin", abgeleitet vom lateinischen Wort "Carnis", welches "Fleisch“ bedeutet. Im Jahre 1952 kennzeichnete der Wissenschaftler G. Fraenkel L-Carnitin als "Vitamin BT". In einer EU-Richtlinie wird heute diese körpereigene Substanz nicht als Vitamin, sondern als Nährstoff angegeben. |
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Körpereigener Stoff |
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L-Carnitin benötigt unser Körper, um langkettige Fettsäuren für die Energiegewinnung in der Muskelzelle bereitzustellen. Wegen seiner wichtigen Aufgabe in der Fettverbrennung kommt Carnitin in fast jeder menschlichen Körperzelle vor. Im menschlichen Organismus sind circa 20 g Carnitin enthalten, davon sind etwa 98 % in der Muskulatur konzentriert.
L-Carnitin kommt hauptsächlich im Herzen und der Skelettmuskulatur vor und wird vom menschlichen Körper überwiegend in der Leber und Niere produziert. Unser Organismus kann L-Carnitin aus den Aminosäuren (Bausteine der Eiweiße) L-Lysin und L-Methionin bilden, täglich werden so 16 Milligramm produziert. Als Hilfsstoffe bei dieser chemischen Verbindung werden die Vitamine C, B6, B12 sowie Niacin, Folsäure, Eisen und verschiedene Enzyme benötigt. Ein Mangel nur eines dieser Stoffe kann zu einer eingeschränkten Produktion von L-Carnitin führen. |
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Zusätzliche Aufnahme |
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Ebenso nimmt der Mensch aber auch L-Carnitin mit der Nahrung auf. Dieser Stoff ist besonders in Fleisch, Fisch, Milch und Käse enthalten und wird erst bei 100°C langsam zerstört. Doch auf Grund der Wasserlöslichkeit geht L-Carnitin schnell ins Kochwasser über.
Bei Ausdauersportlern kann der L-Carnitin- Spiegel erheblich sinken. Da nach der Verbrennung von Kohlenhydraten die Fettverbrennung beginnt, kann bei extrem hoher sportlicher |
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Belastung ein L-Carnitin- Mangel entstehen. Bei Marathonläufern oder Triathlon kann es so zu einem starken Leistungsabfall kommen, so wird oft zusätzlich L-Carnitin aufgenommen. Doch im Fußball ist ein Mangel ausgeschlossen und die Aufnahme von L-Carnitin durch die Nahrung ist völlig ausreichend. |
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